Erstes Maximilian-Bickhoff-Kolloquium

Die Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung hat anlässlich des 10. Todestages ihres Stifters das Erste Maximilian-Bickhoff-Kolloquium ausgeschrieben und die Ausrichtung Herrn Dr. Dominik Brabant, Akad. Rat am Lehrstuhl für Kunstgeschichte, übertragen.

Thema des Kolloquiums: „Temporalität, Ambiguität, Latenz: Ästhetische Eigenlogiken des europäischen Genrebildes vom Mittelalter bis zur Moderne“

„Väterliche Ermahnung“ – Gemälde von Gerard ter Borch dem Jüngeren in der Gemäldegalerie Berlin; The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202.

Das internationale kunsthistorische Kolloquium widmet sich erstmals in einer europäischen sowie epochenübergreifenden Perspektive der Entstehung und der visuellen Poetik des Genrebildes, also jener Gattung, in der im Gegensatz zur Historienmalerei nicht vertraute Szenen aus Religion, Mythologie und Geschichte gezeigt werden, sondern der Alltag von anonymen und dabei meist typisierten Figuren. KunsthistorikerInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und England werden im gemeinsamen Gespräch untersuchen, wie Künstler aus ganz unterschiedlichen kunsthistorischen Kontexten (etwa Pieter Bruegel d.Ä., Caravaggio, Gerard ter Borch und Edouard Manet) in ihren Werken neuartige Konzepte von Bildzeitlichkeit und ambiguen Bildstrukturen erprobt haben – und dadurch Genrebilder schufen, die sich einer allzu schnellen Deutung bis heute zu entziehen wissen.